MAS Supervision, Coaching und Mediation

Anbieter:
ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Ort, Bundesland, Land:
Zürich-Stettbach, Raum Zürich, Schweiz
Typ:
Berufsbegleitend
Abschluss:
MAS
Dauer:
6 Semester
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Das Programm

Wer Menschen betreut, befähigt oder führt, vollbringt anspruchsvolle Leistungen in komplexen, dynamischen und häufig konfliktträchtigen Kontex ten. Man muss die eigene berufliche Aufgabe bewältigen, sich auf immer neue Ausgangslagen und Rahmenbedingungen einstellen und dabei die Handlungen aller Beteiligten auswerten, koordinieren und neu bemessen.

Supervision, Coaching und Mediation unterstützen diese Prozesse. Besonders die Supervision und das Coaching haben sich als Instrumente der Qualitätssicherung und der Innovation bewährt. Externe Beraterinnen oder Berater können Fachleuten und Führungskräften helfen, ihre Sichtweisen und Handlungsmuster zu erweitern:
• Supervision schafft Raum, um berufliche Anliegen umfassend und prozessorientiert zu reflektieren. Dabei werden fachliche, persönliche, soziale, institutionelle, kulturelle und ethische Aspekte berücksichtigt. Supervision hat eine lange Tradition in der Bearbeitung von Konflikten. Sie unterstützt die Weiterentwicklung der Fach-, Selbst- und Sozialkompetenz von Einzelpersonen und fördert als Teamsupervision die Entwicklung von Arbeitsgruppen.
• Coaching ist auf kurze Zeitspannen ausgelegt und bearbeitet vor allem funktionsbezogene Aspekte. Häufige Themen sind das Hineinwachsen in neue berufliche Aufgaben, die Klärung und das Ausüben der Berufsrolle, die Bewältigung spezieller Herausforderungen und die Übernahme von Führungsverantwortung.
• Mediation bewährt sich, wenn es darum geht, festgefahrene Konflikte aufzulösen. Sie unterbricht die Eskalation, bringt die Kommunikation in Gang und hilft den Konfliktparteien, ihre Interessen zu klären und ihre Streitpunkte konkret und verbindlich zu regeln.

Jeremy Hellmann
Studienleitung

Berufsfeld / Zielpublikum

Der MAS Supervision, Coaching und Mediation richtet sich an Fachleute aus den Bereichen Soziale Arbeit, Bildung, Gesundheit, Kultur und Kirche, die mit Gruppen und/oder Einzelpersonen arbeiten und betreuend, lehrend, fördernd und führend tätig sind.

Die Absolventinnen und Absolventen unterstützen als systemexterne Berater Berufspersonen und Arbeitsgruppen in ihrer Entwicklung. Ihr Werkzeug ist die prozessorientierte Beratung, wobei sie bewährte Beratungskonzepte der humanistischen Psychologie, der modernen Psychoanalyse und der systemtheoretischen Ansätze sinnvoll anwenden. Insbesondere können Absolventinnen und Absolventen
  • komplexe berufliche Situationen analysieren
  • Aufträge klären
  • angemessene Beratungssysteme aushandeln und leiten
  • kooperative Arbeitsbündnisse innerhalb der Beratungsbeziehung herstellen
  • die Selbststeuerung von Personen, Teams und Konfliktparteien aktivieren
  • mehrdimensionales Reflektieren fördern
  • die Bearbeitung und Lösung sozialer Konflikte unterstützen
  • personen- und situationsbezogen adäquate Methoden anwenden
  • Schwierigkeiten, Ambivalenzen, Grenzen, Spannungen und Konflikte aushalten
  • unterschwellige psychosoziale Prozesse wahrnehmen, analysieren und thematisieren
  • sich selbst davor schützen, instrumentalisiert zu werden
  • Sequenzen der eigenen Supervisions-, Coaching- und Mediationspraxis offenlegen
  • die persönliche Arbeitsweise durch Selbstwahrnehmung, Wirkungskontrolle und fachliche Metareflexion fortlaufend verbessern

Schwerpunkte / Curriculum

Kernstudium:
  • Grundlagen für Supervision, Coaching und Mediation:
    Kennenlernen / Kursorganisation, Lerntheorie und zirkuläre Verarbeitungsprozesse der Person, Lernniskate und Rhythmisierungsmodell als übergeordnete Orientierungsmodelle, Beratungsrollen, Auftragsklärung und Kontrakt, Selbstwahrnehmung, Ressourcen und Gefühle, Kommunikation und Interaktionszirkel, Konflikttheorie und Mediationsansätze, Konfliktfestigkeit und triadische Kompetenz, anthropologische und erkenntnistheoretische Prämissen, Beratungsaxiome der Humanistischen Psychologie, der modernen Psychoanalyse und der systemtheoretischen Ansätze
  • Methoden für Einzelsupervision und Coaching:
    Situationsklärung, Zielentwicklung und Lösungsplanung, Spiegelungsprozesse und Gegenübertragung, Unterstützung und Konfrontation, systemische Interventionen in der Dyade, Rollencoaching, Konfliktcoaching, Burnout-Syndrom, Zwischenauswertung und Ausblick
  • Gruppen- und Teamsupervision
  • Mediation mit Teams und Arbeitsgruppen
  • Übergeordnete Reflexion
  • Qualifizierung
Wahlmodul
Hier setzen die Studierenden eigene inhaltliche Akzente innerhalb des vorgegebenen Rahmens. Sinnvolle Themen sind u. a. Gruppendynamik, Leitung, Personalführung, Praxisausbildung, Organisationsgestaltung, Diversity-Management sowie prozessorientierte Ansätze in Beratung, Mediation, Evaluation und Intervention. Das Wahlmodul entspricht einem CAS und muss einen Aufwand von mindestens 15 ECTS-Punkten erfordern. Es kann vor oder nach dem Kernstudium absolviert werden.

Mastermodul
Wer Kernstudium und Wahlmodul erfolgreich absolviert hat, schliesst das Studium mit dem Mastermodul ab. Es dauert sechs Monate (November bis April) und dient dazu, die bisher erworbenen Kompetenzen zu verknüpfen. In dieser Zeit erhalten die Studierenden Unterstützung beim Verfassen ihrer Masterthesis, die sie auch schon vor Beginn des Moduls vorbereiten kann.

Aufnahme und Zugangsvoraussetzungen

Berufsbegleitend:  
Studienplätze: k.A.  
Bewerber: k.A.  
 
Gesamtkosten ca.: 27'000  
 
Bewerberinnen und Bewerber müssen folgende Nachweise erbringen:
  • Nachweis der Studienfähigkeit
    • anerkannter Abschluss einer schweizerischen Hochschulausbildung oder
    • anerkanntes gleichwertiges ausländisches Hochschuldiplom oder
    • anerkannter Abschluss einer Höheren Fachschule nach altem Recht, wenn der Titel nachträglich als FH-Abschluss anerkannt wurde bzw. die Voraussetzungen für eine Anerkennung gegeben sind, oder
    • anderer Nachweis der Studienfähigkeit
  • Mindestens 5 Jahre Berufserfahrung in den Bereichen Soziale Arbeit, Bildung, Gesundheit, Kultur oder Kirche
  • Mindestens 30 Stunden beanspruchte Supervision und/oder Coaching während der letzten drei Jahre vor Beginn des Kernstudiums
  • Möglichkeit zur Ausübung von Supervision, Coaching und/oder Mediation während des Studiums (30 Stunden Lernsupervision)
  • Soziale und reflexive Kompetenzen (Nachweis im Aufnahmeverfahren des Departements Soziale Arbeit)
  • 1 Tag pro Woche Zeit für das Studium

Sprachen

Unterrichtssprache: Deutsch
Auslandsaufenthalt: nicht möglich
 

Infomaterial zu diesem Programm

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Der Anbieter

Die ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ist eine der grössten und leistungsstärksten Mehrsparten-Fachhochschulen in der Schweiz mit nationaler und internationaler Ausstrahlung. Zum Markenzeichen der ZHAW gehören Interdisziplinarität und Praxisbezug.

An der ZHAW sind über 9000 Studierende in insgesamt 24 Bachelorstudiengängen und 11 konsekutiven Masterstudiengängen immatrikuliert. Die Hochschule bietet aber auch ein attraktives Weiterbildungsangebot mit mehr als 30 Weiterbildungs-Masterstudiengängen (MAS/EMBA) und zahlreichen Diplom- und Zertifikatslehrgängen (DAS/CAS) sowie Weiterbildungskursen an. Die rund 30 Institute und Zentren der ZHAW an den Standorten Winterthur, Zürich und Wädenswil bearbeiten vernetzt Forschungs-, Dienstleistungs- und Beratungsaufträge mit externen Partnern aus Industrie, Wirtschaft und Verwaltung.

Studienberatung und Information

ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Departement Soziale Arbeit
Auenstrasse 4
8600 Dübendorf
Schweiz
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